Kinderarmut grenzt aus – auch im Sport

Der Judo und Budo-Club Marl 70 e.V. hilft Kindern aus armen Familien, die in vieler Hinsicht benachteiligt und ausgegrenzt werden.

Neben materiellen Dingen fehlt es häufig an Zuwendung, Erziehung und Bildung. Kinder aus armen Familien haben häufiger gesundheitliche Probleme, verursacht durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Judo hat einen hohen gesundheitlichen und pädagogischen Wert und ist deshalb sehr gut für Kinder geeignet, da sie ihren Bewegungsdrang ausleben und in sinnvolle Bahnen lenken können.
Arme Familien leben häufiger in beengten Wohnverhältnissen, vernachlässigten Stadtteilen mit unzureichenden sozialen Angeboten. Die Möglichkeiten von Judo in Bezug auf „Problemkinder“ sind vielfältig, so kann Judo wissenschaftlich nachgewiesen einen Beitrag zur Gewaltprävention leisten. Kinder lernen im Training fair und verantwortungsvoll miteinander umzugehen. Judo gibt uns hervorragende erzieherische und pädagogische Chancen der dramatischen Entwicklung vieler gefährdeter Kinder entgegenzuwirken. Die Kinder sollen Spaß am Judo haben, Freunde gewinnen, Freude haben und ein stärkeres Selbstvertrauen entwickeln.
Der Judo und Budo-Club Marl hat sich Gedanken über die gesellschaftliche Entwicklung gemacht. Kinder sind die schwächsten Glieder der Gesellschaft und sie sind unsere Zukunft, deshalb möchten wir ihnen die Möglichkeit geben Sport zu treiben und sich nicht ausgegrenzt zu fühlen.
Vielen, gerade Alleinerziehenden ist es noch möglich den Mitgliedsbeitrag für den Sportverein aufzubringen. Aber es fallen darüber hinaus weitere Kosten an. Beim Judo zum Beispiel der Judoanzug, die Prüfungsgebühr oder der neue Gürtel. Ein kleiner Verein ist nicht dazu in der Lage diese Kosten für alle benachteiligten Kinder zu übernehmen.
Wir suchen deshalb Menschen denen es etwas bedeutet diesen benachteiligten Kindern zu helfen und ihnen durch die Sportart Judo eine besondere Förderung zukommen zu lassen. Diese Sponsoren oder Paten haben viele Möglichkeiten sich für das Wohl der benachteiligten Kinder einzusetzen. Selbstverständlich können auch Spendenquittungen ausgestellt werden. Vielleicht hat jemand ja auch noch einen Judoanzug oder Gürtel den er spenden möchte.

Dieser Spendenausruf in der Lokalpresse war für den Verein und insbesondere für die Kinder ein großer Erfolg. So haben wir durch den Spendenaufruf Familien gefunden die bereit sind, für ein Jahr die Patenschaft für ein Kind zu übernehmen, mit allen anfallenden Kosten. Auch hat Renate Kühn viele Sachspenden, wie Judoanzüge und Gürtel erhalten. Außerdem konnte der Verein zahlreiche Neuaufnahmen verzeichnen.

Weitere Informationen bei:

Renate Künne
Jugendleiterin im Judo und Budo-Club Marl, Luisenweg 18, 457687 Marl, Mobil 0173/ 7 00 19 04, www.jbc-marl.de